Präsentieren leicht gemacht

Wenn unser Publikum eine interessante Rede hört und gleichzeitig optisch gut aufbereitete Medien betrachten kann, steigt die Verständlichkeit und Merkfähigkeit und damit auch die Überzeugungskraft.

Deshalb ist die Präsentation von Ideen, Produkten und Informationen die häufigste Form der Rede im Unternehmen. Wenn Sie die folgenden Anregungen beherzigen, werden Sie erfolgreicher präsentieren.

1. Denken Sie bei Ihrer Gliederung an die bewährte Pilotentechnik:
START-FLUG-LANDUNG

2. Formulieren Sie für die Schlußphase, also für die Landung das Ziel, die Botschaft Ihrer Präsentation. Wählen Sie einen
griffigen, attraktiven Abschlußsatz. Wie beim Flug ist die Landung auch bei einer Präsentation "lebenswichtig".
Guter Flug, Bruchlandung = schlechter Flug.
Gute Präsentation, schlechte Landung = schlechte Präsentation.
Beginnen Sie grundsätzlich die Vorbereitung mit diesem Zielabschlußsatz. Er führt Sie durch die weiteren Schritte: Stoffsammlung, Gliederung und Argumentation, Einleitung.

3. Ist der FLUG, also der Hauptteil, informativ, überzeugend und lebendig? Nur die Beispiele, Werte, Argumente und der Nutzen aus Sicht des Zuhörers überzeugen. Verwenden Sie selten das Wort "ICH" und häufig das Wort "SIE" und formulieren Sie aus Sicht des Zuhörers. Beantworten Sie ihm die Frage: "Was habe ich davon, wenn ich Dir zustimme?"

4. Medien, die Sie in der Live-Situation einsetzen, sind nur für das anwesende Publikum bestimmt (die Dokumentation, die Intranet-Präsentation oder das "hand out" unterliegen anderen Gestaltungskriterien, müssen z.B. ausführlicher sein). Gute Medien sollten nicht selbsterklärend gestaltet sein, sondern erfahren Ihre Wirkung erst durch die gute Darbietung von Ihnen. So ergänzt Ihr Medium Ihren Vortrag und stellt Sie nicht in den Schatten. Nicht die Medien, sondern der Mensch steht im Mittelpunkt und ist Überzeugungsfaktor Nr.1.

5. Folien (Slights) nicht überladen. Weniger ist mehr! Faustregel: nicht mehr als 5 Wörter pro Zeile, nicht mehr als 5 Zeilen pro Folie. Noch besser: präsentieren Sie ganzheitlich, sprechen Sie die Aufgabenbereiche beider Gehirnhälften an: abstrakt (Sprache, klassische Textfolie, Zahlen) und bildlich: (Fotos, Cartoons, Symbole, Emotionales).

6. Wichtige Auftritte vorher mit Medienbenutzung proben. Diese Generalprobe optimiert Ihren Auftritt und gibt Ihnen Sicherheit.

7. Während der Präsentation: Nehmen Sie guten Augenkontakt zu den einzelnen Zuhörern auf, denn: "Kein Ansehen ohne Ansehen!" Sprechen Sie nicht mit Ihrem Monitor oder zur Leinwand, denn die applaudieren anschließend nicht. Stehen Sie vorne im Mittelpunkt, aber nicht im Bild, damit jeder Zuschauer sowohl Sie als auch Ihre Medien mühelos sehen kann. Sprechen Sie kurze Sätze und halten Sie die Satzpausen ein.

8. In der Kürze liegt die Würze, nach dem Motto: "Tritt frisch auf, mach's Maul auf und hör bald wieder auf." (Martin Luther)

Viel Erfolg bei Ihren nächsten Präsentationen.

Dieter Brandt